"Fortgesetzte Vertreibung"

ISBN: 978-3-7766-2291-1
480 Seiten
Herbig
Preis: 39,90 EUR

"Fortgesetzte Vertreibung"

Vorgänge im tschechischen Grenzgebiet 1945-1953

"Haben die Tschechen den Mut, in den Spiegel ihrer eigenen Geschichte zu blicken?

Am 24 Mai 1945 verurteilte ein "Volksgericht" in Schwarzbach die deutschen Mitbewohner des Ortes zum Tode. Den Erschießungen folgte das Wüten der "Revolutionsgarden" und die Vertreibung Tausender von Menschen innerhalb weniger Stunden nach Niederösterreich. Deren einziges Verschulden lag im Bekenntnis zur deutschen Nationalität 1938/39, das hieß für sie zu Österreich, doch es handelte sich um vormalige tschecheslowakische Bürger, die meistens nicht einmal deutsch sprachen.

Am Beispiel des Weitra-Gebietes zwischen Budweis-Wittingau-Gmünd, an der Grenzu von Niederösterreich und Tschechischer Republik, untersucht der Autor, einst mit seinen "Thesen zur Vertreibung der Sudetendeutschen" ein Tabu brach, ein grausames Kapitel in der Geschichte der Vertreibung, die noch in den 1950er-Jahren eine Fortsetzung fand.

- Mit 44 Tabellen, Dokumenten und Karten
- Mit einem Vorwort von Otfried Pustejovsky
- Von jenem Autor, der die Diskussion über die Vertreibung nach langjähriger Tabuisierung in der Tschechoslowakei in Gang setzte
- Vergangenheitsbewältigung aus authentisch tschechoslowakischer Sicht